
Ausbildung zum Recovery Coach
Der Recovery-Coach-Kurs vermittelt Ihnen die praktischen Fähigkeiten, die ethische Fundierung und das berufliche Wissen, um Menschen auf ihrem Genesungsweg zu unterstützen. Von der motivierenden Gesprächsführung bis zur Krisenreaktion lernen Sie genau, was es braucht, um einen echten Unterschied zu machen. Dieser Kurs bereitet Sie darauf vor, selbstbewusst mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und in komplexen Systemen zu arbeiten.
Was Sie lernen werden:
Sie erwerben ein umfassendes Verständnis von Sucht, psychischer Gesundheit und den neurowissenschaftlichen Grundlagen von Substanzgebrauchsstörungen. Sie entwickeln Kernkompetenzen in der Gesprächsführung als Coach, einschließlich aktivem Zuhören, kraftvollem Fragenstellen und motivierender Gesprächsführung. Der Kurs behandelt die Genesungsplanung, den Umgang mit Rückfällen, Krisenintervention und Sicherheitsplanung. Sie lernen ferner, wie Sie sich in Behandlungssystemen zurechtfinden, Klienten mit Peer-Support-Ressourcen vernetzen und die sozialen Determinanten der Genesung berücksichtigen. Berufliche Themen wie Ethik, Dokumentation, Supervision, Zertifizierung und Selbstfürsorge runden Ihre Ausbildung zum Recovery Coach ab.
Wie Sie praxisnah lernen Ausbildung zum Recovery Coach
Wie Sie üben Ausbildung zum Recovery Coach
Für Unternehmen, die ihr Team schulen möchten
Bei Dedika für Unternehmen enthält der Kurs Übungen und Beispiele, die auf Ihr eigenes Geschäft und die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten sind.
Kursinhalt
8 Kapitel • 39 LektionenDauer zwischen 4 und 360 Stunden (Sie entscheiden)
Kapitel 1AusblendenDetails ausblendenDetails anzeigenGrundlagen des Recovery Coaching
Grundlagen des Recovery Coaching
Lektion 1 • Kernwerte und Leitprinzipien
Führt die Werte ein, die effektives Coaching antreiben: Hoffnung, Respekt, Autonomie und Nicht-Beurteilung. Die Studierenden wenden diese Werte auf realistische Coaching-Szenarien an.
Lektion 2 • Die Rolle des Recovery Coach
Klärt den Umfang, die Grenzen und den Zweck des Recovery Coaching. Unterscheidet Coaching von psychologischer Beratung, Case Management und Sponsorship.
Lektion 3 • Geschichte der Recovery-Bewegung
Zeichnet die Entwicklung der Peer-Recovery-Unterstützung von Selbsthilfegesellschaften bis zum modernen, zertifizierten Coaching nach. Kontextualisiert die aktuelle Praxis innerhalb einer breiteren sozialen Bewegung.
Lektion 4 • Definition von Recovery und ihren Wegen
Untersucht verschiedene Definitionen von Recovery im Kontext von Substanzgebrauch und psychischer Gesundheit. Gründet die gesamte nachfolgende Coaching-Praxis auf einem stärkenbasierten, personenzentrierten Rahmen.
Kapitel 2AusblendenDetails ausblendenDetails anzeigenVerständnis von Sucht und psychischer Gesundheit
Verständnis von Sucht und psychischer Gesundheit
Lektion 1 • Stigma und seine Auswirkungen auf Recovery
Analysiert, wie Stigma die Selbstwahrnehmung der Klienten und den Zugang zu Unterstützung prägt. Coaches entwickeln Sprach- und Advocacy-Fähigkeiten, um Stigma in der täglichen Praxis entgegenzuwirken.
Lektion 2 • Stadien der Veränderung (Stages of Change Model)
Wendet das transtheoretische Modell auf die Recovery-Coaching-Praxis an. Coaches passen ihren Ansatz dem Bereitschaftsstadium jedes Klienten an.
Lektion 3 • Gleichzeitig auftretende psychische Erkrankungen
Führt häufige psychische Störungen ein, die zusammen mit Substanzgebrauch auftreten. Coaches lernen, integrierte Recovery zu unterstützen, ohne klinische Grenzen zu überschreiten.
Lektion 4 • Substanzkategorien und -wirkungen
Bietet einen Überblick über wichtige Substanzklassen, ihre Wirkungen und damit verbundene Risiken. Befähigt Coaches, Gebrauchsanzeichen zu erkennen, ohne eine klinische Diagnostik durchzuführen.
Lektion 5 • Neurowissenschaft der Sucht
Erklärt, wie Substanzen die Belohnungsbahnen des Gehirns verändern und zwanghaften Konsum antreiben. Bietet Coaches eine Sprache, um Sucht als eine hirnbasierte Erkrankung zu normalisieren.
Kapitel 3AusblendenDetails ausblendenDetails anzeigenKernkompetenzen der Coaching-Kommunikation
Kernkompetenzen der Coaching-Kommunikation
Lektion 1 • Rückmeldung geben und empfangen
Befähigt Coaches, ehrliche, konstruktive Rückmeldung zu geben und gleichzeitig die Coaching-Beziehung aufrechtzuerhalten. Coaches üben auch, supervisorische Rückmeldung professionell zu empfangen.
Lektion 2 • Techniken des aktiven Zuhörens
Trainiert Coaches darin, über Worte hinaus auf Emotionen, Bedeutung und unausgesprochene Bedürfnisse zu hören. Aktives Zuhören bildet die Grundlage jeder produktiven Coaching-Sitzung.
Lektion 3 • Grundlagen der Motivierenden Gesprächsführung
Führt den Geist und die Kernkompetenzen der Motivierenden Gesprächsführung in ihrer Anwendung auf das Recovery Coaching ein. Coaches üben OARS-Fähigkeiten in simulierten Klientengesprächen.
Lektion 4 • Fähigkeiten kraftvollen Fragens
Lehrt offene, evokative Fragestellung, die die Selbstreflexion des Klienten fördert. Coaches unterscheiden zwischen Fragen, die empowern, und solchen, die verhören.
Lektion 5 • Reflektierendes Zuhören und Empathie
Vertieft empathische Kommunikation durch einfache und komplexe Spiegelungen. Coaches lernen, Klientenerfahrungen zu validieren, ohne schädliche Muster zu verstärken.
Kapitel 4AusblendenDetails ausblendenDetails anzeigenAufbau der Coaching-Beziehung
Aufbau der Coaching-Beziehung
Lektion 1 • Vertraulichkeit und informierte Einwilligung
Erklärt die Pflicht des Coachs, Klienteninformationen zu schützen, und die Grenzen dieser Pflicht. Coaches üben, informierte Einwilligung in klarer, verständlicher Sprache zu vermitteln.
Lektion 2 • Umgang mit schwierigen Coaching-Momenten
Bereitet Coaches auf Widerstand, Schweigen, Wut und die Offenlegung von Schaden vor. Coaches üben Deeskalations- und Weiterverweisungsfähigkeiten innerhalb der Coaching-Beziehung.
Lektion 3 • Kulturelle Responsivität im Coaching
Trainiert Coaches darin, Kommunikation und Zielsetzung an verschiedene kulturelle Kontexte anzupassen. Kulturell responsive Praxis reduziert Abbrüche und verbessert die Ergebnisse für Klienten.
Lektion 4 • Aufbau von Rapport und Vertrauen
Behandelt Erstkontaktstrategien, die psychologische Sicherheit und Offenheit schaffen. Früh etabliertes Vertrauen sagt langfristiges Coaching-Engagement und Ergebnisse voraus.
Lektion 5 • Grenzen im Coaching setzen
Unterscheidet gesunde professionelle Grenzen von rigiden oder porösen. Coaches identifizieren Grenzherausforderungen, die für Peer-Beziehungen und Doppelrollen einzigartig sind.
Kapitel 5AusblendenDetails ausblendenDetails anzeigenZielsetzung und Recovery-Planung
Zielsetzung und Recovery-Planung
Lektion 1 • Rückfall als Teil der Recovery-Planung
Definiert Rückfall als Lernereignis statt als Versagen innerhalb des Recovery-Plans um. Coaches bauen proaktiv Rückfallreaktionsprotokolle in den Plan jedes Klienten ein.
Lektion 2 • Techniken kollaborativer Zielsetzung
Lehrt Coaches, gemeinsam mit Klienten sinnvolle, erreichbare Ziele zu entwickeln. Ziele sind in den Werten der Klienten verankert und nicht in den Erwartungen des Coachs oder des Systems.
Lektion 3 • Fortschrittsverfolgung und Verantwortlichkeit
Etabliert Methoden zur Überwachung des Zielfortschritts, ohne Scham oder Druck zu erzeugen. Coaches nutzen Check-ins und Meilensteinanerkennung, um die Klientenmotivation aufrechtzuerhalten.
Lektion 4 • Erstellung des Recovery-Plans
Leitet Coaches bei der Erstellung eines lebendigen Recovery-Plandokuments mit dem Klienten an. Pläne integrieren Ziele, Unterstützungen, Barrieren und Handlungsschritte in einem einzigen Rahmen.
Lektion 5 • Diagnostik des Recovery-Kapitals
Führt Instrumente zur Erfassung der internen und externen Recovery-Ressourcen eines Klienten ein. Die Diagnostikergebnisse fließen direkt in die Prioritäten und Strategien des Recovery-Plans ein.
Kapitel 6AusblendenDetails ausblendenDetails anzeigenKrisenintervention und Sicherheitsplanung
Krisenintervention und Sicherheitsplanung
Lektion 1 • Techniken der Sicherheitsplanung
Leitet Coaches bei der gemeinsamen Erstellung personalisierter Sicherheitspläne mit gefährdeten Klienten an. Sicherheitspläne sind lebendige Dokumente, die aktualisiert werden, wenn sich die Umstände der Klienten ändern.
Lektion 2 • Suizidrisikodiagnostik für Coaches
Führt nicht-klinische Screening-Instrumente für Suizidrisiko ein, die für Coaches geeignet sind. Coaches lernen, direkt nach Suizidgedanken zu fragen, ohne das Risiko zu erhöhen.
Lektion 3 • Krisensituationen erkennen
Trainiert Coaches darin, verhaltensbezogene und verbale Indikatoren einer akuten Krise zu identifizieren. Früherkennung ermöglicht rechtzeitige Intervention und verhindert Eskalation.
Lektion 4 • Warme Übergaben und Krisenweiterverweisung
Lehrt Coaches, nahtlose Übergänge zu klinischen oder Notfalldiensten zu ermöglichen. Warme Übergaben bewahren Vertrauen und reduzieren das Risiko, dass Klienten die Versorgung abbrechen.
Lektion 5 • Reaktion auf Überdosierung und Naloxon-Gebrauch
Bietet praktisches Training in Protokollen zur Überdosisreaktion und Naloxon-Verabreichung. Coaches werden zu selbstbewussten Ersthelfern in Gemeinde- und häuslichen Umgebungen.
Kapitel 7AusblendenDetails ausblendenDetails anzeigenNavigation im Recovery-Unterstützungssystem
Navigation im Recovery-Unterstützungssystem
Lektion 1 • Systemnavigation und Advocacy
Trainiert Coaches darin, Klienten bei der Überwindung bürokratischer Barrieren im Gesundheits- und Sozialwesen zu helfen. Advocacy-Fähigkeiten befähigen Klienten, mit der Zeit für sich selbst einzutreten.
Lektion 2 • Soziale Determinanten und Recovery
Untersucht, wie Wohnen, Beschäftigung, Ernährungssicherheit und Transport die Recovery-Ergebnisse beeinflussen. Coaches lernen, soziale Bedürfnisse als Teil der ganzheitlichen Recovery-Unterstützung zu adressieren.
Lektion 3 • Versorgungsstufen in der Behandlung
Bildet das Kontinuum von der Entgiftung bis zur ambulanten und stationären Behandlung ab. Coaches nutzen dieses Wissen, um Klienten zu helfen, angemessene Versorgung zu verstehen und darauf zuzugreifen.
Lektion 4 • Peer-Support und Selbsthilferessourcen
Bietet einen Überblick über 12-Schritte, SMART Recovery und andere peer-geleitete Selbsthilfeoptionen. Coaches vermitteln Klienten zu Peer-Support basierend auf individuellen Werten und Präferenzen.
Lektion 5 • Aufbau eines Gemeinschaftsressourcen-Netzwerks
Leitet Coaches bei der Erfassung und Pflege eines aktuellen lokalen Ressourcenverzeichnisses an. Ein starkes Netzwerk ermöglicht schnelle, genaue Weiterverweisungen, die den Klientenbedürfnissen entsprechen.
Kapitel 8AusblendenDetails ausblendenDetails anzeigenProfessionelle Praxis und Coach-Entwicklung
Professionelle Praxis und Coach-Entwicklung
Lektion 1 • Ethik und ethische Entscheidungsfindung
Wendet ethische Rahmen auf komplexe Coaching-Dilemmata an, die Doppelrollen und Vertraulichkeit betreffen. Coaches üben ein strukturiertes Entscheidungsmodell anhand realistischer Fallstudien.
Lektion 2 • Vikariierendes Trauma und Selbstfürsorge
Identifiziert Anzeichen von vikariierendem Trauma, Mitgefühlserschöpfung und Burnout bei Coaches. Die Studierenden erstellen einen personalisierten Selbstfürsorgeplan, der auf evidenzbasierten Strategien basiert.
Lektion 3 • Zertifizierung und Weiterbildung
Beschreibt die Wege zur Zertifizierung als Peer-Recovery-Coach und die Anforderungen an die Weiterbildung. Coaches identifizieren berufliche Entwicklungsziele, die auf ihren Karriereweg abgestimmt sind.
Lektion 4 • Dokumentation und Aufzeichnungen
Legt Standards für genaue, zeitnahe und vertrauliche Coaching-Aufzeichnungen fest. Eine ordnungsgemäße Dokumentation schützt Klienten, Coaches und beschäftigende Organisationen.
Lektion 5 • Supervision und reflektierende Praxis
Führt klinische und Peer-Supervisionsmodelle ein, die für Recovery Coaches geeignet sind. Reflektierende Praxis beugt Burnout vor und erhält die Coaching-Qualität im Laufe der Zeit.
Ihr gültiges Abschlusszertifikat
Dieser Kurs ist für Sie geeignet:
Peer-Support-Fachkräfte: bereit, ihre Rolle durch professionelle Coaching-Qualifikationen zu formalisieren.
Sozialarbeiter: auf der Suche nach spezialisierten Fähigkeiten, um Klienten in Rehabilitationskontexten besser zu unterstützen.
Suchtberater: möchten ihre Praxis um peer-zentrierte Coaching-Methoden erweitern.
Quereinsteiger mit eigener Genesungserfahrung: die persönliche Geschichte in eine berufliche Berufung verwandeln.
Gemeindegesundheitshelfer: erweitern ihren Tätigkeitsbereich um strukturierte Recovery-Begleitdienste.
Wiedereingliederungskoordinatoren: entwickeln Instrumente, um Suchtproblematiken bei Klienten im Justizkontext zu adressieren.
Was unsere Lernenden sagen
Ihre Kurse sind perfekt. Ich habe das Jahrespaket erworben und habe endlich die Möglichkeit, verschiedene Themen zu verfolgen, die mich interessieren, ohne die Plattform wechseln zu müssen... ich danke Ihnen für alles, was Sie tun, ich habe Sie bereits anderen Leuten empfohlen...

Mir gefällt, wie die Lektionen direkt auf den Punkt kommen und wie ich Kapitel wechseln und Inhalte überspringen kann, die ich nicht brauche.

Mir gefallen die Inhalte und die Art der Präsentation und Transkription der Videos, was den Prozess beschleunigt!

Die Plattform ist schnell und einfach zu bedienen. Die Vielfalt der Inhalte und die ergänzenden Videos helfen sehr beim Lernen.

Wichtige Qualifikationen
FAQ
Wer ist Dedika?
Ist das Zertifikat in Deutschland gültig?
Sind die Kurse kostenlos?
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